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Queeres Verlegen | Our Voices, Our Choices
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„Wenn sich Welten zwischen uns und unseren Idealen auftürmen, dann braucht es Solidarität und Vernetzung, Erfahrung und Wissen, Mut und Anerkennung.“ Deshalb bringt die Buchmesse „Queeres Verlegen“ jedes Jahr in Berlin publizierende und lesende Menschen zusammen, die an queerfeministischen Inhalten interessiert sind. Unsere Podcasterin Anna Bilger hat sich auf der Messe umgeschaut und sich mit Verleger*innen, Besucher*innen und Diskutant*innen unterhalten.

News & Politik
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Seenotrettung und Flüchtlingsschutz | Böll.Fokus
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Der Streit der Regierungsparteien über Asyl und Aufnahme von Flüchtlingen findet kein Ende. Ungeachtet europäischer Bemühungen hat der deutsche Innenminister Horst Seehofer seinen „Masterplan Migration“ vorgestellt. Gleichzeitig verschärft sich die Situation vor Europas Grenzen immer mehr. Italien will seine Häfen zukünftig für alle internationalen Rettungseinsätze sperren, Schiffe privater Seenotretter dürfen seit Juni nicht mehr einlaufen. Ihre humanitäre Arbeit wird diffamiert und kriminalisiert. Noch nie war für Flüchtlinge das Risiko, auf dem Mittelmeer zu ertrinken, so hoch. Eine gemeinsame europäische Lösung für eine humane und solidarische Flüchtlingspolitik scheint in weite Ferne gerückt. Vielmehr wird versucht, die Krise durch Abschottung zu meistern. Die Heinrich Böll-Stiftung veranstaltete Mitte Juli eine Podiumsdiskussion zum Thema Seenotrettung und Flüchtlingsschutz. Es diskutierten Verena Papke – Geschäftsführerin von SOS MEDITERRANEE, Filiz Polat – Migrationspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und die Rechtsanwältin Armaghan Naghipour moderiert von Ellen Ueberschär, Vorstand der Stiftung. Gemeinsam erörterten sie die aktuelle humanitäre Lage auf dem Mittelmeer. Sie sprachen über rechtliche Perspektiven der Seenotretter und die Bedeutung der Zivilgesellschaft beim Thema Flüchtlingsschutz. Lukasz Tomaszewski war dabei. Foto: (c) Sea-Watch

News & Politik
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LGBTI in Kolumbien | Our Voices, Our Choices
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LGBTI-Menschen in Kolumbien leben in einer zweigeteilten Welt zwischen progressiver Rechtsstaatlichkeit und offen gelebter Diskriminierung. Einerseits haben gleichgeschlechtliche Paare das volle Adoptionsrecht und dürfen heiraten. Andererseits belegen Umfragen, dass die Mehrheit der Kolumbianer*innen gegen eine rechtliche Gleichstellung ist. Sie berufen sich auf die heterosexuelle Kleinfamilie als „Keimzelle der Gesellschaft“. Konservative, evangelikale Kirchen und rechte Parteien behaupteten sogar, dass der Friedensvertrag zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla offen für eine sogenannte „Gender-Ideologie“ wirbt. Lukasz Tomaszewski berichtet. Illustration: CC BY ND NC 4.0 Arinda Craciun

News & Politik
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FE028 Europawahl 2019
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Im Mai 2019 finden wieder Wahlen zum Europäischen Parlament (EP) statt. Erstmals haben sich der Europäische Rat und das Europäische Parlament auf ein einheitliches europäisches Wahlrecht verständigt, das spätestens für 2024 eine Sperrklausel zwischen 2-5 Prozent für Parteien vorsieht, die ins EP einziehen wollen. Transnationale europäische Listen wird es jedoch nicht geben. Das Interview mit Anna Cavazzini aus Berlin, die bei den deutschen Grünen europapolitisch engagiert ist, geht der Frage nach, welche Vorteile ein EP hat, dessen Mehrheit keine Regierung stellen muss, sondern mit wechselnden Mehrheiten Entscheidungen fällen kann. Das kommt nämlich kleineren Fraktionen wie den Grünen oder den Liberalen zugute. Deren Rolle könnte im nächsten EP sogar noch wichtiger werden, wenn die einstmals großen Fraktionen der Konservativen und Sozialdemokraten die erwarteten Verluste erleiden. Was die Grünen dann besser als heute durchsetzen würden, sind die Reform des Europäischen Rats, dessen Entscheidungsfindung und Kohärenz mit dem Regierungshandeln auf nationaler Ebene bis heute intransparent ist, ein Initiativrecht und erweitertes Haushaltsrecht für das EP und die Sicherung der Eurozone gegen die nächste Krise.

News & Politik
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Queer, Schwarz und Migrant | Böll.Fokus
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"Queer, Schwarz und Migrant" - Ein Podcast über Intersektionalität und ihre Bedeutung für die Lebenswirklichkeiten afrikanischer LGBTIQ*. Am 27. Juni 2018 fand das Symposium "My Feminism is Intersectional! LGBTIQ* Struggles and Reproductive Rights in Africa and the Global North" in Berlin statt. Vanessa Loewel spricht in diesem Podcast mit Teilnehmenden über ihre Arbeit, ihren Aktivismus und ihre Erfahrungen als queere People of Colour. Und darüber, was Intersektionalität für sie bedeutet. Intersektionalität beschreibt eine Theorie der Verschränkung von Ungleichheitskategorien. Das bedeutet, dass wir in der Lage sind, verschiedene Ungleichheits- und Diskriminierungskategorien miteinander ins Verhältnis zu setzen. Als queere Person of Colour können sich zum Beispiel Diskriminierungsformen wie Sexismus und Rassismus überkreuzen, und sich je nach Kontext unterschiedlich manifestieren. In der Praxis fordert uns Intersektionalität also auf, genauer hinzuschauen, wenn es um Diskriminierung geht, da sie oft vielschichtig ist. Bild: Mikael Owunna

News & Politik
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Antidiskriminierungsrecht stärken!
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Wie kann das Antidiskriminierungsrecht bei Digitaler Gewalt helfen. Welche Bündnisse sind notwendig, um das AGG möglicherweise zu novellieren und Betroffene besser zu schützen? Wie kann sichergestellt werden, dass die intersektionale Perspektive dabei angemessen berücksichtigt wird?

News & Politik
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Regenbogenfamilien weltweit | Our Voices, Our Choices
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Die rechtliche Situation von Regenbogenfamilien ist kompliziert, und auch oft prekär. Südafrika, Argentinien, Deutschland - drei Länder mit unterschiedlichen rechtlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für Regenbogenfamilien. In diesem Podcast erzählen drei ganz unterschiedliche Personen davon, wie es ihnen dabei ergangen ist, Familien zu gründen, Rechte zu erkämpfen und legale Unsicherheiten auszuhalten. Julia Riedhammer hat sich mit ihnen unterhalten. Illustration: CC BY ND NC 4.0 Arinda Craciun

News & Politik
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Die samtene Revolution in Armenien | Böll.Fokus
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Eine Revolution fast wie aus dem Lehrbuch: Wie Armeniens neuer Nationalheld Nikol Paschinjan mit Konzepten gewaltfreien Widerstands ein ganzes Land wachgerüttelt hat. Jutta Schwengsbier hat eine Abendveranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung mit armenischen Expertinnen als Podcast zusammengefasst. Es waren die größten Demonstrationen, die Armenien in den letzten 30 Jahren erlebt hat. Mit Hupkonzerten. Mit Strassenblockaden. Mit fantasievollen Plakaten. Mit Tanz und Gesang auf den Strassen. Und mit einer ausgelassenen Volksfeststimmung, die den Ernst der Lage auf den ersten Blick kaum erkennen ließ. Unter dem Motto „Mach einen Schritt“ hatte eine kleine Gruppe von Oppositionellen zu Demonstrationen aufgerufen. araus ist eine Protestbewegung entstanden, die das ganze Land erfasst hat. Die Protestierenden warfen ihrem Langzeitregenten Serg Sargsjan vor, sich durch den Ämterwechsel vom Präsidenten zum Ministerpräsidenten eine weitere Amtszeit ermöglichen zu wollen. Mit ihren kreativen Dauerprotesten zwangen die Demonstranten ihn schließlich zum Rücktritt. Viele haben einfach genug: Von Korruption und Vetternwirtschaft. Von den immer gleichen Autokraten, die Armenien seit der Sowjetzeit regieren.

News & Politik
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Autonome Waffensysteme | Böll.Fokus
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Was bedeutet es, wenn moderne "intelligente" Waffensysteme ihre Ziele autonom - also ohne menschliche Kontrolle - auswählen und bekämpfen? Sind solche autonomen Waffensysteme, die rein softwaregesteuert über Leben und Tod entscheiden, noch mit der Würde des Menschen vereinbar? Können sie mit den Vorgaben des humanitären Völkerrechts in Einklang gebracht werden? Um diese Fragen ging es bei einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Titel: Tödliche Algorithmen – Dürfen Waffen autonom über Leben und Tod entscheiden? Und darum geht es auch in diesem Podcast. Anna Bilger trifft Anna Lorena Jaume-Palasí von der Organisation Algorithm Watch, Frank Sauer von der Bundeswehr Universität München, John Reyles aus dem Auswärtigen Amt und geht diesen Fragen nach.

News & Politik
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Wie die Digitalisierung den Feminismus voranbringt und umgekehrt | Our Voices, Our Choices
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Der Traum vom Internet als einer gerechteren Welt, in der alle gleich sind und freien Zugang zu Bildung und Kommunikation haben, ist geplatzt: Der virtuelle Raum reproduziert Macht- und Gewaltstrukturen unserer Gesellschaften und verstärkt oft noch Diskriminierung. Für Frauen* und LSBTI-Menschen ist das Internet auch ein Raum der Diffamierung und Bedrohung. Aber das Internet birgt nicht nur Gefahren, sondern auch riesige Chancen: #aufschrei, #metoo, #miprimeracoso schaffen weltweit Aufmerksamkeit, prangern Sexismus und sexuelle Belästigung an. Feminist*innen holen sich das Internet Schritt für Schritt zurück. Vanessa Loewel hat sich umgehört. Illustration: CC BY ND NC 4.0 Arinda Craciun

News & Politik
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Das globale Geschäft mit der Leihmutterschaft | Our Voices, Our Choices
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Mein Bauch gehört mir – aber wie viel ist er wert? Leihmutterschaft ist ein globales Geschäft geworden. Für viele Paare ist es die einzige Hoffnung auf ein Kind, für viele Frauen die einzige Chance Geld zu verdienen. Es wird kompliziert, wenn es um Leihmutterschaft geht: Was ist mit dem gerechtfertigten Wunsch vieler Paare auf ein Kind? Welchen emotionalen und körperlichen Belastungen sind die Leihmütter ausgesetzt? Welchen emotionalen und finanziellen die Wunscheltern? Wie sieht die rechtliche Situation aus: Wer ist die legale Mutter des Kindes? Welche Staatsbürgerschaft hat es dann? Vanessa Loewel macht sich auf die Suche nach Antworten. Illustration: CC BY ND NC 4.0 Arinda Craciun

Bildung
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Frauenproteste weltweit | Our Voices, Our Choices
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Schwarzer Protest, Gender-Kommission, mydressmycoice - Frauenproteste weltweit Polen, Kolumbien, Kenia. Drei Länder, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Was sie verbindet, sind Frauen, die zuletzt mit Protesten für ihre Rechte kämpften und damit Soziale Bewegungen auslösten: Für ein Recht auf Abtreibung, für das Recht auf Frieden, für das Recht auf selbstbestimmte Bekleidung. In diesem Podcast will Lukasz Tomaszewski wissen, wie es dazu kam, dass Frauen in Polen, Kolumbien und Kenia auf die Straße gingen, wie ihre Aktionsformen aussahen, und ob die Proteste nachhaltig etwas an ihrer rechtlichen Lage geändert haben. Illustration: CC BY ND NC 4.0 Arinda Craciun

News & Politik
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FE027 Russland und Europa
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Wladimir Putin hat im März 2018 die russische Präsidentschaftswahl mit einem Rekordergebnis zum vierten Mal gewonnen. Sogar in den bislang präsidentenkritischen Großstädten konnte er deutlich hinzugewinnen. Bis auf Weiteres scheint das System Putin alternativlos. Die Hintergründe erläutert Johannes Voswinkel, der schon 20 Jahre in Russland arbeitet und seit 2015 das Büro der Heinrich Böll Stiftung in Moskau leitet. Trotz aller berechtigten Kritik an der Skrupellosigkeit, mit der die Kremlführung durch die Unterdrückung Andersdenkender und durch ihre Propaganda diese Alternativlosigkeit herbeigeführt hat: Für viele russische Bürger ist Putin populär. Aus ihrer Sicht hat er das Land von Chaos, Kriminalität und sozialer Verelendung der Jelzin-Ära in den 90er Jahren befreit. Putin, so die offizielle Legende, hat einer Mehrheit zu einem akzeptablen Wohlstand verholfen, die Anschlussfähigkeit Russlands an einen westlichen Lebensstil erhalten und das Land in den Kreis der globalen Mächte zurückgeführt. Diesen Fortschritt wollen die Menschen nicht in Frage gestellt sehen. Zumal ihnen die Weltfinanzkrise und die wirtschaftlichen und sozialen Probleme der Europäischen Union belegen, dass an die Stelle des vermeintlichen Endes der Ideologien und der Geschichte heute ein Wettbewerb neu geformter ideologischer und wirtschaftlicher Modelle getreten ist. In diesem Wettbewerb präsentiert sich Russland als selbstbewusster, aber auch skrupelloser Akteur. Allerdings hat die Fähigkeit der EU, nach der Annexion der Krim Russland gegenüber geschlossen aufzutreten, in Moskau, das auf die Kraft bilateraler Beziehungen setzt, überrascht und Anerkennung gefunden. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten wiederum sehen Russland als eine konkurrierende globale Ordnungsmacht an, mit der man im Gespräch bleiben muss. Wie sich die Rückkehr Russlands in die Weltpolitik weiter innenpolitisch auswirken wird, bleibt unklar. Russland ist ein autoritäres, aber kein durchgängig repressives System. Wo Entfaltungsräume geschlossen werden, erfinden die Menschen mit großer Fantasie oft neue und widmen sich einer lokalen Geschichtsforschung fern der offiziellen Verlautbarungen oder gründen sozial orientierte Unternehmen. Die Jugendproteste der vergangenen anderthalb Jahre zeigen, dass es eine junge Generation gibt, die keine Angst mehr hat, die bereit ist, in der Gesellschaft aktiv zu werden und gar persönlich, beruflich, politisch etwas zu riskieren. Aber es ist eine zahlenmäßig kleine Gruppe innerhalb der russischen Gesellschaft, und eine politische Kraft, die diese Proteste und die inneren Widersprüche des Landes zu politischen Alternativen zuspitzen könnte, ist nicht in Sicht.

News & Politik
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FE026 - Soziales Europa
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Ist Sozialpolitik nicht eigentlich nationalstaatlich organisiert, entlang eingespielter Entwicklungspfade und mühsam auf nationaler Ebene erkämpfter Kompromisse zwischen Arbeit und Kapital? Gibt es überhaupt eine europäische Sozialpolitik? Tatsächlich geht es im Interview mit Christiane Krieger-Boden vom Institut für Weltwirtschaft Kiel zunächst vor allem um die sehr unterschiedlichen Entwicklungspfade europäischer Wohlfahrtsstaaten. Sie lassen sich den drei Modellen des universalistischen skandinavischen, des konservativen universalistischen kontinentalen (darunter auch deutschen) und des marktortientierten angelsächsischen Wohlfahrtsstaats zuordnen. Dazu kommt noch ein vierter Typ in Südeuropa, der als partikularistischer Wohlfahrtsstaat nur bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. Staatsbedienstete) begünstigt und der deshalb am stärksten auf der Solidarität innerhalb der Familien aufbaut. Wohlfahrtsstaaten beruhen auf Solidarität, d.h. auf einem Konsens über mehr oder weniger Umverteilung. Und so weit es auf europäischer Ebene die Bereitschaft und die Instrumente für Umverteilung gibt, existiert auch eine europäische Sozialpolitik. Zu ihr gehören z.B. europäische Sozialfonds, die Mittel in Regionen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit leiten. Aber die Bereitschaft für Umverteilung ist eben auch begrenzt. Deshalb findet Umverteilung vor allem in Gestalt der Arbeitsmigration und als Ausgestaltung von Standards dieser Arbeitsmigration statt. Zu mehr sind die Mitgliedsstaaten der EU derzeit nicht bereit, und selbst die Arbeitsmigration ist - siehe Brexit - umstritten. In den Augen der nationalen Mitgliedsstaaten ist ein Europa, das schützt, immer noch sehr stark ein Europa, das den jeweils eigenen Arbeitsmarkt gegen zu viel Konkurrenz aus anderen Ländern der EU schützt. Dennoch: am Ende ist Frau Krieger-Boden vorsichtig optimistisch: sie sieht einen Prozess der Konvergenz der nationalen Sicherungssysteme, und zwar in Richtung des derzeit besten Modells, nämlich des universalistischen skandinavischen Modells.

News & Politik
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Osteuropa 1968: Weitermachen, wo unsere Eltern aufgehört haben | Böll.Fokus
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Das Protestjahr 1968 aus ost- und südosteuropäischer Perspektive: "Wir machen da weiter, wo unsere Eltern aufgehört haben!" Beim Europäischen Geschichtsforum der Heinrich Böll Stiftung im Mai 2018 diskutierten Gäste aus Deutschland und aus Ost- und Südosteuropa über Gemeinsamkeiten und über Trennendes bei der historischen Einordnung der Ereignisse des Jahres 1968. War 1968 der Beginn einer gesellschaftlichen Revolution, die unsere Lebensweise bis heute prägt? Oder hat der Einmarsch der Warschauer Pakt Staaten in der Tschechoslowakei 1968 in Ost- und Südosteuropa ein gesellschaftliches Trauma ausgelöst, das bis heute nicht überwunden ist? Können die unterschiedlichen Entwicklungen in Europa heute durch die gegensätzlichen Erfahrungen im Jahr 1968 erklärt werden? Ein Böll.Fokus zu den Ereignissen des Jahres 1968 aus ost- und südosteuropäischer Perspektive. Von und mit Jutta Schwengsbier. Der Podcast ist Teil der Reihe Böll.Fokus, in der ausgewählte Themen der Heinrich-Böll-Stiftung genauer betrachtet werden: soundcloud.com/boellstiftung/sets/boell-fokus

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Kolumbien: Dies ist nicht die Zeit zu schweigen | Böll.Fokus
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Der Anne-Klein-Frauenpreis 2018 geht nach Kolumbien: Jineth Bedoya Lima und Mayerlis Angarita Robles setzen sich unabhängig voneinander für die Rechte von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten, gegen den Einsatz struktureller sexueller Gewalt gegen Frauen und für Frieden und Aufarbeitung ein. Im März kamen beide Frauen nach Berlin, um den Preis entgegenzunehmen. Im Interview berichten sie von ihrer Arbeit, davon, wie sie bedroht wurden und werden und darüber, was Frieden bedeutet.

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Der Krieg in Syrien | Böll.Fokus
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Seit über sieben Jahren dauert der Krieg in Syrien an. Im März 2011 waren die Menschen in Syrien auf die Straße gegangen, um für Würde, Freiheit und Demokratie zu demonstrieren - eine Protestbewegung, die das syrische Regime seither mit Waffengewalt niederzuschlagen versucht. Inzwischen ist aus dem internen syrischen Konflikt auch ein Kräftemessen der Hegemonialmächte – Russland, Iran, Saudi-Arabien, die USA – geworden, und er ist in seine bislang brutalste Phase gekommen: Massive Bombardierungen durch die syrische und die russische Luftwaffe auf zivile Einrichtungen, Angriffe mit Giftgas. Der Frieden scheint in weiter Ferne. Welche Perspektiven gibt es aktuell für die Region? Welche Einflüsse von außen bewegen den Konflikt und wie ließe sich wiederum darauf Einfluss nehmen? Diesen Fragen geht Mandy Schielke im Gespräch mit den Büroleitungen der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut, Moskau, Istanbul und Washington nach. --- Foto: Matteo Bittanti (flickr/cc by nc) - "The Restless Earth" war der Titel einer Ausstellung über Migration auf der Triennale 2017 in Mailand, an der auch KünstlerInnen aus Syrien beteiligt waren.

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Der Preis des Fleisches (2/3): Biotech - Lösung oder Scheinlösung?
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Was hat der Schweinebraten auf unserem Teller mit dem Regenwald im Amazonas zu tun? Wie werden die Tiere gehalten und warum vergiftete das Nitrat aus der der Massentierhaltung an vielen Stellen unser Trinkwasser? Das Fragen sich zunehmend die Verbraucher. Inzwischen räumen auch die großen Produzenten Probleme in der Fleischproduktion ein. Mit dem wachsenden Bewusstseinswandel in der Gesellschaft befürchten sie, dass ihnen Käuferschichten wegbrechen. Händeringend suchen sie nach Lösungen, nehmen vegane Produkte in ihre Angebotspalette, große Discounter versuchen, sich mit eigenen Qualitätslabeln im hart umkämpften Markt von Mitbewerbern abzusetzen. Auch der grösste deutsche Geflügelhersteller Wiesenhof versucht sein Image beim Verbraucher zu verbessern. Er setzt auf Laborfleisch, - das so genannte „In-Vitro-Fleisch“. Andere Unternehmen setzen lieber auf neueste Gentechnologie wie CrisperCas. Liegt in diesen Innovationen der Bio-Tech-Industrie wirklich die Lösung der zunehmenden Probleme, die durch den wachsenden Fleischbedarf auf unseren Planeten verursacht werden? Peter Kreysler hat sich auf den Weg gemacht, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

News & Politik
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Der Preis des Fleisches (1/3): Die industrialisierte Landwirtschaft
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Wer auf Foodblogs und Instagram unterwegs ist, bekommt schnell den Eindruck: Mittlerweile ist eigentlich jeder Zweite Vegetarier oder zumindest Flexitarier. Tatsächlich essen die Deutschen aber nur etwas weniger Fleisch. Pro Kopf waren es im Jahr 2016 59 Kilogramm. Das meiste davon war Schweinefleisch. Man hört immer, Fleisch ist schlecht für das Weltklima, für den Verlust der Biodiversität und globale Gerechtigkeit - warum ist das so? Peter Kreysler macht sich auf die Suche nach Antworten.

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